Jean-Baptiste Lully

Œuvres Complètes

Kritische Gesamtausgabe

Herausgeber: Jérôme de La Gorce, Paris / Herbert Schneider, Mainz
Lektorin: Doris Wendt, Hildesheim
Layout: Klaus Eichberger, Aquensis Verlag, Baden-Baden
Herstellung: Beathe Müller, Hildesheim

Georg Olms Verlag
Hildesheim · Zürich · New York

Beschreibung

Jean-Baptiste Lully (1632–1687) ist der bedeutendste französische Komponist des 17. Jahrhunderts, dessen Einfluss in Europa auf Komponisten wie Purcell, Bach und Händel bedeutend war. Mit seinen fünfzehn Opern schuf er ein bis ins 20. Jahrhundert nachwirkendes Modell für das französische Musiktheater. Er trat 1653 in den Dienst Ludwigs des XIV., für dessen Feste er zusammen mit Molière die berühmten „Comédies-ballets“ schuf; ebenso wie herausragende geistliche Musik.

Die historisch-kritische Gesamtausgabe präsentiert neben der Orchesterpartitur den Druck der Libretti und Einführungen in zwei Sprachen, sowie Aufführungsmaterial und Klavierauszüge.

„Die Präsentation der Bände, insbesondere des Notenteils, ist perfekt und lässt weder in editorischer noch typographischer Hinsicht irgendwelche Wünsche offen.“ (Michael Heinemann, Editionen in der Kritik IV)

Begründung der Jury

Die Gesamtausgabe gehört zu den Dinosauriern im Editionsgeschäft – als nationale Denkmäler erfunden, haben sie gerade in der produktiven Zusammenarbeit von musikwissenschaftlicher Editionsphilologie und Verlagen in den letzten Jahren immer wieder die innere Wandlungs- und Aktualisierungsfähigkeit dieser Institution gezeigt. Ihre Aktualität zeigt sich nicht nur technisch oder in den Einzelheiten der Editionskonzepte, sondern spiegelt sich oft und so im vorliegenden Fall auch in den Beteiligten. Dass die von der Association Lully herausgegebene Ausgabe in Kooperation zwischen dem Institut für Musikwissenschaft der Universität des Saarlandes und dem Institut de Recherche sur le Patrimoine Musical en France (I.R.P.M.F.) mit einem französischen und einem deutschen Editionsleiter entsteht und mit französischer Förderung in einem deutschen Verlag erscheinen kann, stellt diese Ausgabe mindestens vor einen europäischen Horizont. 

In gemeinsamer Anstrengung eines internationalen Kreises von Bandherausgebern, Redaktionsbeirat und wissenschaftlichen Beirat wird diese Edition zu einem internationalen Unternehmen. Mit „Alceste“ macht Herbert Schneider, einer der Editionsleiter und Motoren dieses Unternehmens, nun der Wissenschaft wie der musikalischen Praxis eine der wichtigsten und vielleicht folgenreichsten Opern Lullys erstmals in einer opulenten kritischen Ausgabe von Libretto und Partitur zugänglich – ausführlich und mehrsprachig eingeleitet und kommentiert. Hier wird ein Klassiker in seiner historischen Gestalt greifbar und kann nun auch von einer breiteren Öffentlichkeit ästhetisch neu entdeckt werden.

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